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Der Wald als biologischer Filter!
Der Wald ist nicht nur Brennstofflieferant, nein er ist auch ein riesiger Filter, der uns die Schadstoffe und die Stäube aus der Luft herausholt. Die Bäume
nehmen das Kohlendioxid (C02), das von den Menschen ausgeatmet oder produziert wird, auf (ein ausgewachsener Baum nimmt pro Jahr ca. 6000 kg CO2 auf) und bilden aus dem darin enthaltenen Kohlenstoff ihre Äste, Rinde, Wurzeln und Blätter. Den Sauerstoff (O2)
der dadurch entsteht geben sie über ihre Blätter ab. Sie nehmen aber nicht nur CO2 auf, sondern auch Schadstoffe und Stäube, die sie auf den Blättern und Nadeln festhalten.
Ein einziger Baum kann bis zu 650 kg Staub aus der Luft aufnehmen. Ohne Bäume, währe ein Leben auf der Erde nicht möglich.
Was bedeutet der Brennstoff Holz für uns?
Der Brennstoff Holz ist wieder "in". Was in den 70er der offene Kamin war, ist heute der Kachelofen bzw. der Kaminofen. Holz als Brennstoff,
das ist angenehme Wärme und Gemütlichkeit, deshalb ist Holz der ideale Brennstoff für Einzelöfen, Kachelöfen und Kaminöfen.
Umweltverträglichkeit!
Holz ist der umweltfreundlichste Brennstoff überhaupt. Wenn Sie ein Stück Holz verbrennen, entsteht nur soviel C02, wie der Baum im Laufe seines
Lebens aus der Luft herausgeholt hat. Es ist der einzige Brennstoff, der seine eigenen Abgase schon bevor sie entstanden sind geschluckt hat. Man kann dies auch als das perfekte Recycling ansehen, denn aus diesen
Abgasen macht ein neuer Baum neue Energie und neuen Sauerstoff. Es entsteht also bei der Verbrennung von Holz immer ein geschlossener Kreislauf. Was zu dem Schluss führen muss, dass "Holzheizen" nicht zu
einer Zunahme des Treibhauseffektes führt. Der Brennstoff Holz ist daran nicht beteiligt.
Auch der saure Regen, der durch Schwefeldioxid (SO2), bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe* entsteht ist kein Thema, da Holz keinen Schwefel enthält.
Stichwort Treibhauseffekt, was versteht man eigentlich darunter?
Man unterscheidet zwischen dem natürlichen und dem künstlichen Treibhauseffekt.
Natürlicher Treibhauseffekt:
Die Sonnenstrahlen, die auf die Erde treffen, werden zu 30% durch Wolken-, Luft- und Bodenreflektion in den Weltraum zurückgeworfen . Der Rest der Wärme
wird durch Wasserdampf, Wolken und den Boden gespeichert. Aber die abgestrahlte Wärme geht nicht in den Weltraum hinaus, sondern wird zu 85%, durch die sog. Treibhausgase, wieder auf die Erde zurückgegeben. Durch
diese Reflektion herrschen auf der Erde mittlere Temperaturen von 15°C, ohne diese Reflektion würden die Temperaturen um -18°C liegen.
Künstlicher Treibhauseffekt:
Durch die Erhöhung der Treibhausgase, also vor allem des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre (durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und
gleichzeitiger Abholzung der Wälder) wird dieser Kreislauf gestört. Es wird immer mehr Wärme auf die Erde zurückgeworfen und diese erwärmt sich immer stärker. Der Anteil an CO2 in der Atmosphäre lag 1860 bei etwa 0,028%, heute liegt er bei ca. 0,035%. Aber nicht nur das Kohlendioxid, sondern z.B. die Fluor- Chlor - Kohlenwasserstoffe (FCKW) sind am künstlichen Treibhauseffekt (mit ca. 17%) beteiligt.
Weitere treibhausrelevante Gase sind:
=> Methan (CH4) mit ca. 19% am Treibhauseffekt beteiligt. (Entsteht durch intensiven Reisanbau, Rinderzucht und Müllfäulnis).
=> Stickstoffoxyd ( NOx) mit ca. 4%
=> Wasserdampf ( H2O ) mit ca. 2%
=> Ozon (O3) mit ca. 1%
Die Entstehung des Brennstoffes Holz Holz gewinnt seine Wärmeenergie aus dem Sonnenlicht, hinzu kommen Wasser und Kohlendioxid. Dies sind die Bestandteile
aus denen Holz entsteht. Ein Baum nimmt während seines Lebens Sonnenlicht auf, diese wird bei der Assimilation ** chemisch gebunden, es in Lingin und Zellulose umgewandelt. Wird Holz dann verbrannt wird diese Energie wieder frei, man kann also sagen, dass die Sonnenenergie den Ofen heizt.
Transport und Lagerung Weder beim Transport, noch bei der Lagerung muss man besondere Vorsichtsmaß- nahmen treffen, damit die Umwelt nicht gefährdet wird.
Holz lässt sich auch ohne Maßnahmen jahrelang lagern.
Vom "Holzmachen" zum "Verbrennen"
1. Das beste wäre es, das Holz zwischen Dezember und Februar zu schlagen, und
es sofort in solche Stücke zu teilen, wie man sie zur Verfeuerung benötigt (ca. 10-20cm große Holz scheite) Dies fördert die Trocknung des Holzes.
2. Das Holz sollte gut abgelagert werden. d.h. Weichholz (z.B. Fichte, Tanne,
Pappel, Erle) mindestens 2 Jahre ablagern, Hartholz (z.B. Eiche, Buche oder Obsthölzer) mindestens 3 Jahre ablagern.
3. Holz sollte möglichst im Freien, vor Regen geschützt, gelagert werden. Der
Lagerplatz sollte aber gut belüftet sein, damit der Wind die Holz- scheide besser trocknen kann. Am besten währe die Lagerung unter einem Dach, oder noch besser in einer Hütte aus Holz, durch die der Wind pfeifen
kann. Beim Aufschichten ist darauf zu achten, daß die Holzscheite kreuzweise aufgeschichtet werden. Ein großer Fehler wird gemacht, wenn das Holz in einem feuchten Raum, bzw. im Keller gelagert wird. Dort wird das
Holz nie trocken. Wenn Holz im Keller gelagert wird, darf dies nur ganz trockenes Holz sein und der Keller muss sehr gut belüftet sein. Der Holzvorrat darf nie mit einer Plastikfolie abgedeckt werden. Dieses Holz
wird kaum trocken.
4.Der Feuchteanteil sollte bei der Verbrennung max. 20% des Darrgewichtes betragen.
Wie verbrenne ich Holz nichtig?
1. Beim Anzünden sollte auf Kartonagen oder Papier verzichtet werden.
Spezielle Anzünder, die es zu kaufen gibt, sind wesentlich umweltfreundlicher.
2. Beim Anfeuern nur dünne Späne verwenden. Erst wenn diese richtig brennen
können größere Holzscheite aufgelegt werden. Es ist zu bedenken, dass nicht sofort die Energie des Holzes voll genutzt werden kann, da die Verbrennung von Holz in mehreren Phasen abläuft. D.h. Die Holzmenge, die
aufgelegt wird, sollte immer dem Verbrennungsablauf angepasst werden. Zuviel Holz auf eine zu kleine Glut führt zu unvollkommener Verbrennung. Im Extremfall kann das Feuer sogar erlöschen. Der Verbrennungsablauf
einer Holzverbrennung läuft in mehreren Phasen ab.
1.Phase: Holz wird erwärmt und getrocknet.
2. Phase: Das Holz wird entgast, die flüchtigen Bestandteile werden ausgetrieben und verbrennen.
3.Phase: Das Holz wird vergast und der Kohlenstoff verbrennt. Es ist zu beobachten, dass die Flammen während der Verbrennung nie direkt am Brenn- gut (am Holz) haftet. Die Flamme sitzt immer oberhalb.
3. Um eine ordnungsgemäße Funktion der Feuerstätte und eine
umweltfreundliche Verbrennung zu erreichen darf in der Feuerstätte nur der Brennstoff verbrannt werden, der vom Hersteller der Feuerstätte festgelegt wurde. Für die Bedienung und Aufstellung der Feuerstätte ist
die Anleitung des Feuerstättenherstellers zu beachten.
4. Bei einer Feuerstätte für feste Brennstoffe legt die 1. B1mSchV. die
Brennstoffe die eingesetzt werden dürfen, naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde, beispielsweise in Form von Scheitholz, Hackschnitzein sowie Reisig und Zapfen. Mit Änderung der 1.
BImSchV wurden auch Holzkohle bzw. Holzkohlebriketts sowie Pellets und Presslinge als geeigneter Brennstoff mit aufgenommen. Bitte denken Sie immer daran, das Öfen für feste Brennstoffe keine kleinen
Müllverbrennungsanlagen sind. Die Umwelt wird es ihnen danken.
5. Drosseln Sie den Ofen nie auf kleine Last, auch wenn die Außentemperatur
plötzlich stark ansteigt.
6. Legen Sie immer nur Brennstoff für wenige Stunden auf.
7. Rütteln Sie die Asche regelmäßig.
8. Halten Sie Türen, Luftschieber und Regler stets geschlossen, wenn der Ofen
nicht in Betrieb ist.
9. Reinigen Sie den Ofen bzw. die Heizgaszüge regelmäßig, mindestens jedoch
nach der Heizperiode.
10. Verbrennen Sie nur unbehandeltes Holz und Verbrennen Sie auf keinen Fall Abfall.
* Fossile Brennstoffe = Brennstoffe die aus abgestorbenen Urtieren entstanden sind. (z.B. Öl)
**Assimilation = Verwandlung
der Nahrungsstoffe in organische Körperbestandteile Assimilationsprozess = Verwandlungsvorgang der Nahrungsstoffe im Körper.
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